Asiatische Airlines besonders von höheren Kerosinpreisen betroffen

02. September 2026: Der Krieg im Mittleren Osten hat für ein Allzeithoch bei den Kerosinpreisen gesorgt, das ist hinlänglich bekannt. In Ländern wie Indien oder Japan war der Preisanstieg noch deutlich ausgeprägter als etwa in Brasilien oder Mexiko. Die International Air Transport Association (IATA) erklärte in einem ihrer jüngsten Briefings die regionalen Unterschiede.

Zwischen April 2025 und dem bisherigen Allzeithoch im April 2026 hat sicher der Kerosinpreis global gesehen durchschnittlich um 121 Prozent verteuert. Doch nicht überall waren die Airlines gleich stark betroffen. Wegen ihrer starken Abhängigkeit von Rohöl aus dem Mittleren Osten, sind die Treibstoffpreise in Asien besonders stark angestiegen. In Japan zum Beispiel verteuerte sich Kerosin deshalb innerhalb eines Jahres – von April 2025 bis April 2026 um 148 Prozent. Doch damit nicht genug: In der lokalen Währung betrug der Preisanstieg sogar 173 Prozent.

Weil Treibstoffe meist in US-Dollars gehandelt werden, die Airlines ihre Einnahmen aber oft zu einem grossen Teil in lokalen Währungen machen, haben Wechselkurse den Preisanstieg in manchen Ländern gedämpft, in anderen zusätzlich verstärkt. In Japan sorgte allen die Schwäche des Yen gegenüber dem Dollar für zusätzliche zehn Prozent Preisanstieg beim Kerosin. In China, Brasilien und Mexiko sorgten gegenüber dem Dollar starke Währungen für einen reduzierten Preisanstieg. Auch im Euro-Raum profitierten die Airlines von einer leichten Dämpfung der Kerosinpreiserhöhung. Eugen Bürgler

Quelle: IATA Sustainability and Economics, S&P Global, Macrobond.