Gewitter mit Schäden im Birrfeld, massive Flugbetriebsstörungen in Zürich

28. August 2026: Ein heftiges Unwetter ist heute Morgen zwischen 9 und 10 Uhr über den Flugplatz Birrfeld gezogen und hat grossen Schaden angerichtet. Betroffen sind mehrere Kleinflugzeuge, Hangars innen wie aussen sowie das bereits aufgebaute Open Air Argovia. Verletzt wurde zum Glück niemand. Am Flughafen Zürich hat die weiterziehende Unwetterfront den Flugbetrieb stark beeinträchtigt.

Auch die Antonov AN-2 der Starflight Association wurde im Birrfeld schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die Schäden sind so gravierend, dass das Flugzeug nicht wie geplant nach Kirchberg BE fliegen kann. Die Rundflüge am Flugfest Kirchberg vom 29. und 30. August müssen deshalb vorerst abgesagt werden, wie der Verein mitteilt. «Das schmerzt uns sehr – gerade jetzt, wo alles bereit gewesen wäre», sagt der Präsident der Starflight Association, Nio Heller. «Aber das Wichtigste ist: Es kam niemand zu Schaden. Flugzeuge kann man reparieren.»

Gleichzeitig arbeite die Starflight Association mit Hochdruck daran, ein Ersatzflugzeug zu organisieren, damit die Rundflüge zumindest am Sonntag stattfinden können. Versprechen lasse sich das zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Die neusten Informationen sind laufend auf starflight.ch zu finden. Das Flugfest Kirchberg wird trotz der Widrigkeiten durchgeführt. Die Fallschirmspringer aus Grenchen kommen wie geplant nach Kirchberg und zeigen ihre Sprünge über dem Festgelände.

Nachdem die Unwetterfront im Birrfeld Verwüstungen angerichtet hat, zog sie weiter und beeinträchtigte den Flugbetrieb am Flughafen Zürich stark. Aufgrund der Wetterlage musste alleine die Swiss bis zum späten Nachmittag 85 Flüge ab und nach Zürich streichen. Dies betrifft „rund 11’200 unserer Passagiere“, wie die Airline mitteilte. Die durchgeführten Flüge würden Verspätungen von bis zu drei Stunden aufweisen. Der Swiss-Flugbetrieb sei nach wie vor erheblich von der aktuellen Wetterlage beeinträchtigt, teilte die Fluggesellschaft am Abend mit. Wiederholte Gewitter und Blitze in der Region haben heute am Flughafen Zürich zu mehreren sogenannten «Handling-Stopps». Zu einem „Handling-Stopp“ kommt es, wenn Gewitter mit Blitzen am oder in der Nähe des Flughafens auftreten. Dann müssen die Mitarbeitenden das Vorfeld verlassen sowie Abstand von Flugzeugen und anderen metallischen Einrichtungen halten. In dieser Zeit können Flugzeuge beispielsweise nicht be- und entladen, betankt oder für den nächsten Flug abgefertigt werden.

Das heftige Unwetter hat den Flugbetrieb noch länger beeinträchtigt und blieb auch in den Nachbarländern nicht folgenlos. „Uns ist bewusst, dass hinter den rund 11’200 betroffenen Passagieren ebenso viele Reisepläne stehen, die heute nicht wie vorgesehen verlaufen“, hat die Swiss am Abend in einer Mitteilung geschrieben.  Wie üblich übernehmen die Fluggesellschaft in solchen Fällen sämtliche nötigen Kosten, die für die Passagiere anfallen würden. Dazu gehören Hotelübernachtungen bis zum nächstmöglichen Weiterflug, die zwischenzeitlicheVerpflegung sowie nötige Taxifahrten oder Telefongespräche. pd / eb