Nahost-Lufträume für Zivilluftfahrt weitgehend gesperrt

01. März 2026: Seit dem Start der militärischen Angriffe der USA und Israels auf den Iran sind Airlines rund um den Globus gefragt, die Sicherheit ihrer Flugverbindungen zu gewährleisten. Betroffen sind nicht nur Flüge in die Region, sondern auch zahlreiche Langstreckenverbindungen zwischen Europa und Asien. Swiss fliegt bis mindestens 8. März nicht mehr nach Tel Aviv und hat hat Dubai-Verbindungen bis 4. März ausgesetzt. Emirates hat den Flugbetrieb an der Homebase Dubai bis mindestens morgen Montag, 15.00 Uhr Ortszeit, eingestellt. Auch Qatar Airways und Etihad haben ihren Flugbetrieb weitgehend eingestellt.

Ein Blick auf Flightradar24.com zeigt, dass nicht nur der Luftraum über dem Iran gesperrt ist. Zahlreiche Flüge zwischen Europa und Asien werden auf einem schmalen Korridor kanalisiert, der zuerst südlich des Ukraine-Kriegsgebietes geführt werden muss und dann nördlich am Iran vorbeiführt. Enorm sind die Auswirkungen für Emirates, eine der grössten Fluggesellschaften der Welt. Ihr Hauptdrehkreuz, der Dubai International Airport, liegt in der Nähe der strategisch besonders wichtigen Strasse vom Hormus, die in diesem Konflikt besonders ins Fadenkreuz zu geraten droht. Emirates hat bis mindestens heute Sonntagnachmittag, 15.00 Uhr Ortszeit, praktisch alle Flüge von und nach Dubai annulliert. Am ersten Tag des eskalierten Nahostkrieges wurden alleine am Dubai International Airport mehr als 1100 Flüge gestrichen. Auch bei weiteren Airlines der Region wie Qatar Airways, Etihad oder Flydubai wurden ein grosser Teil der Flüge annulliert. Auch ein gestern Samstagmorgen in Zürich gestarteter Flug von Qatar Airways nach Doha kehrte nach gut einer halben Stunde in der Luft nach Zürich zurück. eb