Baustart beim Militärflugplatz Emmen – Besucherplatz verschwindet
01. Mai 2026: Die Bauarbeiten für die Verlegung der Rüeggisingerstrasse beim Militärflugplatz Emmen sind angelaufen. Anlässlich des Spatenstichs vom 30. April zeigten sich der Kanton Luzern, die Gemeinde Emmen und die Schweizer Armee erfreut über den Baustart. Bedauern werden Besucherinnen und Besucher die Neugestaltung des Areals, weil damit der beliebte Besucherplatz verschwindet, von dem aus der Flugbetrieb aus nächster Nähe beobachtet werden konnte. Neu wird die Strasse das gesamte Flugplatzareal nördlich umfahren. Das Projekt dient dazu, dass die Luftwaffe das Areal effizienter nutzen kann. Gleichzeitig sorgt die Verlegung der Rüeggisingerstrasse für mehr Sicherheit im Verkehr.
Die Rüeggisingerstrasse verläuft aktuell durch den Militärflugplatz Emmen und teilt das Militärareal in zwei Teile. Zivile wie auch militärische Fahrzeuge sind auf der Strasse unterwegs. Ausserdem müssen für Strassenquerungen Schranken geschlossen werden, was teilweise zu langen Wartezeiten für den Verkehr und zu Unmut in der Bevölkerung führt. Dies beeinträchtigt die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden und verringert die Betriebssicherheit auf dem Areal. Mit der Verlegung nach Norden am Militärflugplatz vorbei wird eine sichere und optimal auf die Betriebsabläufe abgestimmte Nutzung der bundeseigenen Infrastrukturen gewährleistet, begründet die Armasuisse das Bauprojekt. Auch wenn offiziell kaum erwähnt, spielen auch Überlegungen zur besseren Abschirmung des Flugbetriebsareals eine Rolle. Vom öffentlichen Besucherplatz aus konnte vorher zum Beispiel die Bereitstellung vom Kampfflugzeugen aus nächster Nähe beobachtet werden.
Armasuisse hat das Projekt im Auftrag der Armee geplant und mit dem Kanton Luzern und der Gemeinde Emmen koordiniert. Es entsteht ein abgetrennter, rollstuhlgängiger Rad- und Gehweg. Dies erhöht die Sicherheit für den Motor- sowie Langsamverkehr und verbessert den Verkehrsfluss. Auf der neuen Strasse wird es ausserdem zwei neue Bushaltestellen geben: Die Gemeinde Emmen plant, eine neue Buslinie einzuführen, um das Quartier Kolben mit dem öffentlichen Verkehr zu erschliessen. Das Projekt beinhaltet ausserdem Hochwasserschutzmassnahmen am Rotbach. Diese realisiert und finanziert der Kanton Luzern. Parallel dazu wird der Rotbach ökologisch aufgewertet. Ziel ist, den natürlichen Lebensraum für die heimischen Tier- und Pflanzenarten zu fördern und den Bereich als Naherholungsgebiet für die Bevölkerung aufzuwerten. Die Projektkosten betragen rund 17,5 Millionen Schweizer Franken. Davon entfallen 5 Millionen Schweizer Franken auf die kantonalen Hochwasserschutzmassnahmen. Die Gemeinde Emmen beteiligt sich mit 480’000 Schweizer Franken an der Strassenverlegung. pd / eb

Spatenstich Rüeggisingerstrasse, v.l.n.r.: Urs Herger armasuisse Immobilien, Raphael Vonaesch Kanton Luzern, David Gastaldi armasuisse Immobilien, René Meier Gruppe Verteidigung, Markus Thöni Gruppe Verteidigung, Andreas Roos Gemeinde Emmen, Michael Scherer Anliker AG. Foto: ©VBS-DDPS



















