Air Baltic mit finanzieller Verschnaufpause und Schrumpfkur
18. August 2026: Dass Air Baltic finanziell zu kämpfen hat, ist seit längerem bekannt. Gestern hat die Airline aus dem Baltikum, die ein wichtiger Wetlease-Partner von Swiss ist, über die weiteren Pläne informiert: Die Gläubiger der Airline haben einer Änderung der Anleihebedingungen zugestimmt, welche Air Baltic für eine gewisse Zeit mehr finanziellen Spielraum verschaffen. Gleichzeitig stimmten sie dem Plan einer Flottenreduzierung zu.
Eigentlich wollte Air Baltic die Flotte auf 100 Flugzeuge ausbauen, doch aus diesen Plänen wird vorerst nicht. Die baltische Fluggesellschaft hat vor kurzem mitgeteilt, dass die Einheitsflotte bestehend aus 54 Airbus A220-300 bis Ende Jahr auf 36 Flugzeuge reduziert werden soll. Längerfristig – genannt wurde ein Zeithorizont bis 2031 – sollen es wieder 41 Flugzeuge sein. Diesem Plan zur Flottenreduzierung stimmten die Gläubiger vor einigen Tagen zu, ebenso einer Änderung der Anleihebedingungen. So will eine Mehrheit der Gläubiger auf im August und November fällige Zinsen verzichten und der Airline damit etwas finanziellen Spielraum verschaffen. Air Baltic betonte gleichzeitig, dass die getroffenen Massnahmen die Fortführung der Airline-Operation sichern würden. Air Baltic bediene weiterhin den gesamten Flugplan.
Anfang 2025 hat sich die Lufthansa Group an der lettischen Fluggesellschaft Air Baltic beteiligt. Für 14 Millionen Euro wurde ein Anteil von 10 Prozent an Wandelaktien erworben. Die Lufthansa Group sicherte sich bei Air Baltic Verstärkung mit einem Wetlease-Vertrag für bis zu 21 Flugzeuge. eb www.airbaltic.com

















