26. Juli 2021: Vergangenen Samstag, 24. Juli, lud die Flubag, die Betreiberin des Flugplatzes Beromünster, zur zweiten Auflage des ‘Heckradtreffens ein. Wie der Name schon sagt wurden an diesem Samstag speziell Flugzeuge mit Spornradfahrwerk (Hecksporn- oder Heckradfahrwerk) willkommen geheissen. Aufgrund einer prognostizierten Gewitterfront sagten leider einige kurzfristig wieder ab. Trotzdem waren rund 20 Maschinen zu bewundern.

Die Stinson aus dem Birrfeld hatte gerade noch einen zweiten Grund in Beromünster zu sein. Der Swiss Wing der Commemorative Air Force (CAF) hielt ihren traditionellen ‘BBQ im Sommer’ in LSZO ab. Die Mitglieder wurden von Alexandra Rossi und ihrem freundlichen Team vom Restaurant “Flüüger” mit Köstlichkeiten vom Grill verwöhnt. Und das eine oder andere Mitglied gönnte sich anschliessend einen Rundflug mit der “Stinsy”. Sie musste allerdings wetterbedingt dann auch früher als geplant zur Homebase zurückkehren.  Fotoreport Thomas P. Hofer

21. Juli 2021: Am Abend des 20. Julis ist bei einem erneuten Flugzeugabsturz in der Schweiz eine Person ums Leben gekommen. Der Bücker Jungmann HB-UVC stürzte mit zwei Personen an Bord aus noch nicht geklärten Gründen in ein Feld bei Subingen. Wie die Kantonspolizei Solothurn mitteilte, wurde eine Person schwer verletzt, die andere sei noch an der Unfallstelle verstorben. Es ist dies der zweite tödliche Flugzeugabsturz in der Schweiz innert wenigen Tagen, vergangenen Sonntag verunfallte bereits eine Mooney am Gotthard.

Die Alarmzentrale der Kantonspolizei Solothurn erhielt am Dienstag, 20. Juli, kurz vor 20.25 Uhr, mehrere Meldungen, wonach in Subingen ein Kleinflugzeug auf einer Wiese ausserhalb des Wohngebiets abgestürzt sei. Dabei verletzte sich einer der beiden Flugzeuginsassen schwer. Er wurde mit einem Rettungshelikopter der Rega in ein Spital geflogen, wie die Kapo Solothurn mitteilte. Der zweite Insasse sei noch auf der Unfallstelle verstorben. Die Unfallursache wird durch die Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) untersucht. Nebst der Polizei standen die Feuerwehren Subingen und Zuchwil, die Rettungsflugwacht der Rettungsdienst, die Staatsanwaltschaft Kanton Solothurn sowie Mitarbeitende der SUST im Einsatz. Der Grosseinsatz dauerte bis Mitternacht.

Beim verunfallten Flugzeug handelt es sich um den 1939 gebauten Bücker Bü-131 Jungmann HB-UVC, der von einem Walter Minor 4-III Motor angetrieben wurde. Er war von Langenthal aus gestartet und sollte auch wieder dorthin zurückkehren. Auf einem Augenzeugen-Video ist zu beobachten, dass der Bücker dem Boden entgegen trudelt.   Hansjörg Bürgi

 

11. Juli 2021: Die diesjährige Flugparade “OldtimAIR” auf dem Stanserhorn lockte am Samstag, 10. Juli, viele Fluginteressierte auf den Zentralschweizer Gipfel. Bei idealem Wetter flogen 21 Raritäten der Lüfte an den begeisterten Zuschauern  vorbei. Die Organisatoren mit Ernst Frei an der Spitze zeigten sich äusserst zufrieden. Die nächste Flugparade auf dem Stanserhorn ist für den 9. Juli 2022 geplant. Hier der Film. Die besten Bilder zeigen wir in der Augustausgabe von “SkyNews.ch”, welche am 19. Juli erscheint.

11. Juli 2021: Die diesjährige Flugparade “OldtimAIR” auf dem Stanserhorn lockte am Samstag, 10. Juli, viele Fluginteressierte auf den Zentralschweizer Gipfel. Bei idealem Wetter flogen 21 Raritäten der Lüfte an den begeisterten Zuschauern  vorbei. Die Organisatoren mit Ernst Frei an der Spitze zeigten sich äusserst zufrieden. Die nächste Flugparade auf dem Stanserhorn ist für den 9. Juli 2022 geplant. Hier eine Auswahl von Bildern. Die besten Bilder zeigen wir in der Augustausgabe von “SkyNews.ch”, welche am 19. Juli erscheint.

03. Juli 2021: Die Schweizer Museumslandschaft ist um ein Bijou reicher: Am 2./3. Juli hat das Bücker-Museum von Elisabeth und Albert Zeller im appenzelleschen Teufen seine Eröffnung gefeiert. Gratuliert hat auch die Schweizer Luftwaffe mit dem PC-7 TEAM und eine einzigartige Bücker-Staffel mit zehn dieser legendären Doppeldeckern.

Ein ausführlicher Bericht folgt in der Augustausgabe von SkyNews.ch, welche am 19, Juli erscheint. Hier vorab einige Eindrücke von der Eröffnung-“Airshow” und dem Museum:

Film von Tino Dietsche: Bücker-Staffel

 

 

29. Juni 2021: Die Stiftung Segel-Flug-Geschichte hat am Wochenende vom 26. / 27. Juni 2021 auf der Rigi Kulm die Tradition der Segelflugzeugstarts per Gummiseil neu aufleben lassen. Diverse Segelflugzeuge älteren Jahrgangs haben die auf der Rigi Kulm installierte Startrampe katapultartig verlassen. Nach einem mehr oder weniger langen Gleitflug sind die Segelflugzeuge auf der extra eingerichteten Landewiese bei Steinen am Lauerzersee gelandet.

Bis in die 1950er-Jahre wurden von der Segelfluggruppe Luzern regelmässig Segelflugzeuge mit der Zahnradbahn Vitznau-Rigi Kulm auf die Rigi transportiert. Ab der Rigi Kulm wurden die Segelflugzeuge mittels Gummiseilstart ab der Startrampe katapultiert. Durch das stark abfallende Gelände sind die Segelflugzeuge sofort in der Luft und können die für den sicheren Weiterflug ins Tal benötigte Geschwindigkeit sofort aufbauen. Die Starts per Gummiseil sind sehr personalintensiv. Allein für das Ausziehen des Seils werden auf der linken und rechten Seite jeweils mindestens neun oder mehr Leute – die sogenannten «Gummihunde» – benötigt, die das Startseil genügend anspannen, bevor dieses ausgelöst wird. Nach dem Auslösen des Startseils verlassen die Segelflugzeuge katapultartig die Startrampe. Fotoreport Bernhard Baur

www.segelfluggeschichte.ch

26. Juni 2021: Beim Training des PC-7 TEAM am 24. Juni über dem Flugplatz Grenchen führte die DC-3 der Classic Formation am Nachmittag die neun PC-7 an. In dieser eindrücklichen Formation wurden einige Runden über dem Flugplatz Grenchen geflogen, bevor sich die DC-3 wieder aus der Formation verabschiedete und das PC-7 TEAM anschliessend das Schönwetterprogramm trainieren konnte.

Am Vormittag war das Training anspruchsvoller mit tiefliegender Bewölkung, am Nachmittag fand es dann bei bestem Wetter statt. Als Überraschung dabei war am Nachmittag zu Beginn die Douglas DC-3 N431HM von Hugo Mathys. Zusammen vollführten sie einige Überflüge. Generell war es ein Highlight für die Zuschauer, auch weil man tolle Aufnahmen machen konnte. So verfolgten zahlreiche Zaungäste die “Mini Airshow” und genossen den Moment.  Bernhard Baur und Mario Richard

23. Juni 2021: Der Militärflugplatz Buochs war bis 2003 eine Mirage-Basis der Schweizer Luftwaffe. Das reiche Erbe der Mirage-Ära in der Schweiz pflegt der Mirage-Verein Buochs, der ab und zu noch das Atar 9C Triebwerk der vereinseigenen Mirage IIIRS aufheulen lässt und auch den in Buochs verbliebenen Mirage-Jäger pflegt. Seit der Mitgliederversammlung am 19. Juni hat der Mirage-Verein Buochs mit Olivier Borgeaud einen neuen Präsidenten.

Vereinspräsident Ferdinand Meyer durfte am 19. Juni in Buochs 55 Mitglieder des Mirage-Vereins Buochs  (MVB) und Gäste aus Politik, Armee und Wirtschaft begrüssen. Dass unter anderen die Landratspräsidentin des Kantons Nidwalden, Therese Rotzer-Mathyer, die Nidwaldner Landesstatthalterin, Regierungsrätin Karin Kayser-Frutschi und der Umweltdirektor, Regierungsrat Joe Christen, an der Mitgliederversammlung des Mirage-Verein Buochs teilgenommen haben zeigt, wie stark verwurzelt die Mirage-Ära im Kanton Nidwalden immer noch ist.

Ferdinand Meyer arbeitete die diesjährige Traktandenliste speditiv ab. Obwohl die Covid-19-Pandemie auch den MVB vor grosse Herausforderungen stellte, blieben die Auswirkungen im 2020 (und im ersten Halbjahr 2021) im tragbaren Rahmen: die Mitgliederversammlung 2020 musste in den September verschoben und verschiedene Events und Veranstaltungen mussten  zeitlich neu terminiert, in kleinerem Rahmen durchgeführt oder ganz abgesagt werden. Die aktiven Mitglieder engagierten sich aber auch im schwierigen Pandemiejahr. So erledigten an zwei Arbeitstagen 22 beziehungsweise 21 Freiwillige die nötigen Unterhaltsarbeiten an den beiden vereinseigenen Mirages, dem Mirage IIIRS R-2109 und dem Mirage IIIS J-2313, den Triebwerken Atar 9C (Mirage) und Ghost 48 Mk 1 (Venom), an den Flugzeugschleppern, der Gebäudeinfrastruktur sowie an all dem anderen Inventar.

Das bedeutendste Traktandum war in diesem Jahr die Wahl eines neuen Präsidenten. Nach 17 Jahren trat Präsident Ferdinand Meyer von seinem Amt zurück. Der ehemalige Mirage-Pilot amtete seit der Gründung im Jahr 2004 in dieser Funktion. Als Nachfolger wurde Olivier Borgeaud gewählt. Er war letzter Kommandant der Flugplatz Abteilung 10 und wurde unter anderem als Co-Autor des Standardwerks über die Schweizer Mirages, «Das fliegende Dreieck»,  bekannt. Die Mitgliederversammlung verdankte Ferdinand Meyer den jahrelangen intensiven Einsatz für den MVB mit langem Applaus und wählte ihn ins neu geschaffene Ehrenamt des Ehrenpräsidenten. Neuer Beisitzer wurde René Schneider, welcher in der Fliegerstaffel 10 in Buochs Mirage-Aufklärer und als Linienpilot bis zur Pensionierung für die Swissair und Swiss geflogen ist. Vakant blieb das Amt des Chefs Infrastruktur.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung referierte Markus Rieder, Rettungssanitäter, Helikoptermechaniker und Flight Safety Officer Helikopter der Rega, über die Geschichte des Fliegerschiessplatzes Axalp und legte dabei einen Schwerpunkt auf die legendären Mirage-Einsätze. Fotoreport von Peter Gerber www.mirage-buochs.ch

Der neue Präsident des Mirage-Verein Buochs, Olivier Borgeaud. Foto Peter Gerber

11. Juni 2021: Die Fluggruppe Hasenstrick versucht alles, um das Flugfeld Hasenstrick im Zürcher Oberland aus dem Dornröschen schlaf zu erwecken. Deshalb findet am Wochenende vom 16. bis 18. Juli auf dem “Hasi” endlich wieder einmal ein Flugfest für alle Generationen statt. Rundflüge mit Antonov An-2 und Helikopter sind möglich.

“Mit den anstehenden Flugtagen wollen wir den Anwohner beweisen, dass das Flugfeld Hasenstrick einfach zur Region oberer Zürichsee gehört, die Bevölkerung uns akzeptiert und zurückwünscht. Auf der anderen Seite möchten wir den Anwohner vorführen, dass heutige Flugzeuge leiser sind und wir Hand bieten wollen für ein vernünftiges Zusammenleben. Das Ziel ist also nicht kommerziell, sondern politisch”, sagt Patrick Lüthi, Aktuar der Fluggruppe Hasenstrick. Nach zwölf  Jahren will die Fluggruppe einfach nur noch eines: zurück auf ihren historischen Flugplatz und wieder von dort aus operieren. “Kommerzielle Rundflüge mit vier eigenen Flugzeugen werden wohl nie mehr möglich sein, aber der Verein als Halter von einem starken, aber zu gleich leisen Flugzeug möchte wieder für gelegentliche Unterhaltung auf dem Hasi sorgen”, so Patrick Lüthi weiter.

Starflight wird 20-minütige Publikumsflüge mit mindestens einer Antonov An-2 durchführen, am Freitag, 16. Juli ab 14 Uhr, am Samstag und Sonntag ganztags. Der Flug pro Person kostet 100 Franken. Interessierte müssen sich mindestens 30 Tage vorher als Vereinsmitglied bei Starflight registrieren (www.starflight.ch). Swiss Helicopter wird kommerzielle Rundflüge anbieten, ab 50 Franken pro Person. Zudem haben sich Piloten der Antique Airplane Association und der Historic Helicopter Group angemeldet.   hjb

03. Juni 2021: Von 1920 bis 1950 befand sich in Birsfelden-Sternenfeld der erste Flugplatz von Basel. Grund genug für Andrea Scalone, Verantwortliche für das historische Archiv des Museums Birsfelden, mit ihrem Team eine Ausstellung zum 100-jährigen Jubiläum zusammenzustellen. Von Mitgliedern des Vereins «bsl-mlh-planes.net» wurden Modelle, Bilder und weitere Information zusammengetragen.

Die Jubiläumsausstellung wurde wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben. So findet vom 4. Juni bis zum 18. Juli eine Zeitreise im Museum Birsfelden an der Schulstrasse 29 statt. Wegen den Corona-Beschränkungen musste die Ausstellung als Rundgang gestaltet werden. Geöffnet ist sie jeweils mittwochs und samstags von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Das Museum befindet sich neben der reformierten Kirche, es sind Windsäcke als Zeichen der Aviatik-Veranstaltung aufgehängt. Die Ausstellung über die Aviatik der Anfangsjahre umfasst viele grosse und kleine Bilder, Grossmodelle und ganz kleine im Massstab 1:500 als Grössenvergleich. Auch originale Gegenstände aus der Zeit des ersten Basler Flugplatzes sind zu bestaunen.

Ganz anders als heute waren die Anwohner damals von der Aviatik noch begeistert, von ihrem Fluglärm und allem, was dazu gehörte. Ziel ist es, die 30 Jahre Sternenfeld in Birsfelden den Besuchern näher zu bringen. Da Zeitzeugen langsam verschwinden, ist dies die Gelegenheit für die Jüngeren, sich etwas Wissen anzueignen. Für die Senioren ist es die Chance, diese spannende Zeit noch einmal zu erleben. Dort, wo heute das Wasserkraftwerk, der Hafen und Hochhäuser stehen, befand sich vor 71 Jahren ein wichtiger Schweizer Flughafen. Denn am 12. September 1920 fand der erste Flug ab Basel/Birsfelden statt. Übrigens wurde die bekannte Basler Fluggesellschaft Balair 1925 auf dem Sternenfeld gegründet. Der letzte Flug ab Birsfelden-Sternenfeld fand am 27. August 1950 im Rahmen eines grossen Abschieds-Flugmeeting statt. Anschliessend wurde mit dem Bau des Wasserkraftwerkes begonnen.

In der Zeit des Zweiten Weltkrieges fanden auch einige Notlandungen auf dem Sternenfeld statt. Das grösste Flugzeug war ein amerikanischer B-24 Liberator Bomber, welcher am 12. Juli 1944 auf dem Weg nach München war. Die meisten Notlandungen führten aber Schulflugzeuge und Bomber der deutschen Luftwaffe aus, welche sich über deutschem Boden glaubten. Deshalb war der Flughafen auch die ganze Kriegszeit über, von 1939 bis 1945m von der Schweizer Armee bewacht.

Wegen den Corona-Bestimmungen müssen sich Besucher der Ausstellung auf der Museums-Website anmelden: Birsfelder Museum Im Birsfelder Museum gibt es während der Ausstellungszeit diverse Parallel-Veranstaltungen, welche unter www.birsfeldermuseum.ch/flugplatz-sternenfeld zu finden sind. Die erste zum Thema Zwischenlandung beginnt am 9. Juni um 20 Uhr. Alle anderen finden immer an einem Sonntag statt.      Fotoreport Christian Brechbühl