Eurofighter hat NKF-Evaluation eröffnet
Der Eurofighter von Airbus hat bekanntlich die Evaluation für das neue Schweizer Kampfflugzeug eröffnet. An der Medienkonferenz vom 12. April hat sich der europäische Flugzeughersteller als idealer Partner für die Schweiz präsentiert – auch weil mit einem Kauf von Eurofighter Kampfflugzeugen Kooperationen, gar bei Infrastrukturprojekten, denkbar wären, so lautete der Tenor der deutschen Bundesvertreter.
Wie bereits gemeldet, sind aber nicht zwei Eurofighters der Deutschen Luftwaffe, sondern zwei Typhoons der Royal Air Force in Payerne gelandet. Sie sind aktuell die fortschrittlichsten Muster des europäischen Kampfjets und nehmen deshalb an der Schweizer Evaluation teil. Auffallend bei der Medienkonferenz war, dass von den vier Referenten nur einer von Airbus, die anderen drei aber vom Bundesministerium für Verteidigung, der Bundeswehr und der Deutschen Luftwaffe stammten. Sie liessen denn auch keine Gelegenheit aus, zu betonen, wie wünschenswert für Deutschland eine Kooperation mit der Schweizer Luftwaffe wäre, die weit über den Kauf von Kampfjets hinaus gehen würde.
Im Anschluss an die Medienkonferenz gab es Action: Die beiden Typhoons starteten nach vier Schweizer Hornets aus denselben Boxen heraus zur einer Evaluationsmission. Leider verpasste die Armasuisse als Organisator des Medienanlasses die Chance, die Eurofighter ins beste Licht zu rücken, denn die die Kampfjets wurden den Medienleuten nur im totalen Gegenlicht präsentiert. Bei den weiteren vier Kandidaten soll das genau gleich ablaufen.
Nach der Landung stiegen die beiden Piloten über die eigens mit einer A400M der Deutschen Luftwaffe eingeflogenen Treppe wieder auf den Tarmac in Payerne – ihren Gesichtern zufolge war die Mission gelungen. Nächste Woche ist noch ein Besuch der Typhoons in Meiringen angesagt, bevor am Gründonnerstag die Delegation wieder nach Grossbritannien fliegt – ein deutscher A400M wird die Treppe und alles andere für den Aufenthalt in Payerne benötigte Material wieder zurückfliegen.
SkyNews.ch wird in der Maiausgabe detaillierter über die Eurofighters, respektive Typhoons in der Schweiz berichten. Die Mai-Ausgabe erscheint am 29. April. Hansjörg Bürgi
- Die britischen Typhoons sind aktuell die am weitest entwickelten Eurofighter, deshalb nehmen sie an der Evaluation in Payerne teil. Foto hjb
- Am Donnerstag, 11. April, startete der Typhoon-Doppelsitzer mit einem Schweizer Piloten auf dem zweiten Sitz. Foto Eurofighter
- Neben dem Doppelsitzer hat die Royal Air Force auch den Einsitzer ZK356 nach Payerne entsandt. Foto Bernhard Baur
- Der doppelsitzige Typhoon T3 ZK303 der Royal Air Force beim Start in Payerne am Medien- und Spottertag. Foto Bernhard Baur
- Rüdiger Knöpfel vom Bundesamt für Ausrüstung Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr gab als Programmdirektor den Meiden Auskunft. Foto hjb
- Die beiden britischen Piloten nach der Landung am Freitag. Foto hjb
- Grosses Medieninteresse für die Eurofighters in Payerne. Foto hjb
- Im Gegenlicht wird der Doppelsitzer den Meiden präsentiert. Foto hjb
- Der Einsitzer verschwindet in der Box Nummer 2. Foto hjb
- Dort, wo sonst nur Schweizer Hornets anzutreffen sind, werden bis nächsten Mittwoch auch Eurofighters verkehren. Foto hjb
- Nach erfolgreicher Mission rollt der Einsitzer zur Box. Foto hjb
- Oberst i.G. Ingo Stüer (links) vom Kommando der Deutschen Luftwaffe und Ralf Schnurr vom Bundesministerium der Verteidigung im Medieninterview. Foto hjb
- Der Typhoon-Einsitzer rollt zum Start, der starken Bise wegen, zur Piste 05 in Payerne. Foto hjb