Ausbau des Engadin Airports kommt vor Bundesgericht
28. Dezember 2025: Auch beim geplanten Ausbau des Engadin Airport zeigt die fünfte Landessprache, nämlich die Einsprache, ihre Wirkung: Nachdem das Bündner Obergericht die Stimmrechtsbeschwerde gegen die Volksabstimmung vom 17. August 2025 vollumfänglich abgewiesen hat, zieht der Einsprecher aus der Gemeinde S-chanf seine Beschwerde ans Bundesgericht weiter, wie die Infrastrukturunternehmung Regionalflughafen Samedan (Infra) mitteilt.
Die Oberengadiner Bevölkerung hat an der Volksabstimmung vom 17. August 2025 beiden Vorlagen zur Erneuerung des Regionalflughafens Samedan zugestimmt. Gegen die Beschlüsse hat ein Stimmbürger aus der Region eine Stimmrechtsbeschwerde beim Obergericht des Kantons Graubünden eingereicht. Gemäss „Engadiner Post“ handelt es sich dabei um Cornel Widmer aus S-chanf. Er ist noch bis Ende 2025 Mitglied der Geschäftsprüfungskommission der Infra Regionalflughafen Samedan und somit ein Insider des Ausbauprojektes.
Das Obergericht des Kantons Graubünden hat die Stimmrechtsbeschwerde mit seinem Urteil vom 21. November 2025 vollumfänglich abgewiesen. Cornel Widmer wird in der „Engadiner Post“ vom 27. Dezember dahingehend zitiert, dass er von der Urteilsbegründung in keiner Weise überzeugt sei und seine demokratischen Rechte verletzt sehe. Die Abstimmungsbotschaft war seiner Ansicht nach inhaltlich ungenügend und irreführend. Deshalb hat er am 23. Dezember bekannt gegeben, dass er das Urteil des Obergerichts des Kantons Graubünden nicht akzeptiere und seine Stimmrechtsbeschwerde ans Bundesgericht in Lausanne weiterziehe.
Derweil hat die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega Mitte Oktober 2025 mit dem Bau der neuen Helikopterbasis, welche ein Teil des Ausbauprojektes ist, begonnen. Die neue Basis ist eine Voraussetzung für den weiteren Einsatz der Rega ab Samedan, weil ihr neuer Rettunshelikopter H145 D3 nicht in den bestehenden Rega-Hangar passt. Die Rega stellt sich auf den Standpunkt, dass die Abstimmung für die Realisation der neue Heli-Basis nicht notwendig gewesen sei. Das sieht auch Einsprecher Cornel Widmer so, deshalb dürften die Bauarbeiten für die Helikopter-Infrastruktur wie geplant weiterlaufen. Hansjörg Bürgi

Am 27. Dezember 2025 landete auch die Gulfstream G500 9H-MSMS von TAG Aviation in Samedan. Foto Hansjörg Pfäffli






Rega










