Bizarrer Fall: Helikopter-Diebstahl in Österreich
04. Oktober 2026: Ob es ein übler Scherz, ein PR-Gag oder ein besonders dreister Diebstahl ist, wird sich noch zeigen müssen. Auf jeden Fall hält die Geschichte um einen entwendeten Robinson R44 Helikopter österreichische Medien und die Helikopterbesitzer in Atem. Vor rund einer Woche wurde in der Nacht ein Robinson R44 in Österreich aus einem Hangar gestohlen, betankt und weggeflogen. Polizei, Austro Control und Bundesheer versuchen anhand von Radardaten den Standort der Maschine ausfindig zu machen. Eine Spur führte angeblich nach Kroatien, doch der Helikopter konnte noch nicht gefunden werden. Deshalb macht der Eigentümer nun einen internationalen Suchaufruf:
Ein aufgebrochener Hangar, ein nächtlicher Start und eine Maschine, deren Verbleib ungeklärt ist: Der Diebstahl am Flugplatz Mauterndorf im Salzburger Lungau beschäftigt die Ermittler. Der dunkelblaue Helikopter gehört dem Wagrainer Unternehmer Manuel Aster. Betrieben wurde er von der Firma des dreifachen Skisprung-Olympiasiegers Thomas Morgenstern, die damit Rund- und Erlebnisflüge anbot, wie der Eigentümer am 4. Oktober in einem internationalen „Presse-Kit“ mitgeteilt hat. Für Morgenstern sei der Verlust auch persönlich schmerzhaft. „Es tut immer noch weh“, sagte er der „Kronen Zeitung“. Dem ORF berichtete er, am Sonntag noch mit dem Helikopter geflogen zu sein. Nur wenige Stunden später war die Maschine verschwunden.
Einbruch und Abflug mitten in der Nacht
In der Nacht auf Montag, den 28. September 2026, gelangten Unbekannte in den Hangar. Nach den von der Polizei geschilderten Erkenntnissen brachten sie den Helikopter mit einem Rangierwagen ins Freie und betankten ihn vor dem Start. Den Wagen stellten sie anschliessend wieder zurück. Ein Mitglied des Flugvereins hörte die Maschine, konnte den üblichen Piloten nicht erreichen und entdeckte beim Nachschauen Einbruchsspuren. Eine weitere Auffälligkeit betrifft den Treibstoff: Aster nannte gegenüber dem ORF eine entnommene Menge von 365 Litern bei einem Tankvolumen von rund 170 Litern. Die Polizei bestätigte laut ORF, dass etwa die doppelte Tankfüllung aus der Flugplatztankanlage entnommen worden war. Wie der zusätzliche Treibstoff transportiert wurde, ist öffentlich nicht geklärt. Nach Angaben des Eigentümers war der Helikopter nicht für Nachtflüge ausgerüstet.
Ortung in Kroatien und offene Fragen
Die Polizei bestätigte laut der Mitteilung von Manuel Auster eine Ortung der Maschine in Kroatien, nannte aber keinen genauen Standort. Medienberichte erwähnen die Insel Pag; diese konkrete Ortsangabe wurde von den Ermittlern öffentlich nicht bestätigt. Weil Ortungssysteme deaktiviert worden waren, werden Radardaten ausgewertet. Polizei, Austro Control und Bundesheer arbeiten bei der Rekonstruktion des Flugwegs zusammen. Am Mittwoch, dem 30. September, war der Helikopter laut Polizei weiterhin nicht gefunden; auch die Täterschaft war ungeklärt.
Dieses Kennzeichen könnte zur entscheidenden Spur führen
Mit seinem internationalen Suchaufruf will Aster Menschen erreichen, die den Helikopter gesehen haben könnten. Die bereitgestellten Fotos zeigen die Maschine vor dem Diebstahl: dunkelblau, mit gelben Elementen, auffälligem Breitling-Schriftzug und dem Kennzeichen OE-XHK. Hinweise zu Sichtungen, ungewöhnlichen Landungen, Transporten oder Verkaufsangeboten könnten bei der Suche helfen. Wer eine entsprechende Beobachtung gemacht hat, wird gebeten, sich an die Polizei zu wenden. Wer also den OE-XHK irgendwo sieht – bitte melden. eb

















