Flughafen Zürich: Passagiergebühren sinken, Lärmgebühren steigen

17. Februar 2026: Vier Monate haben die Verhandlungen gedauert, nun haben der Flughafen Zürich und die grössten Airlines sowie weitere Interessenvertretungen eine  Lösung gefunden. Die Gebühren pro abfliegendem Passagier sinken um 4.60 Franken, auf 30.40 Franken. Angehoben werden dagegen Lärmgebühren, insbesondere in den Nacht-Randstunden.

An den Verhandlungen mit der Flughafen Zürich AG haben Swiss International Air Lines, EasyJet Europe Airline, eine Vertretung der Linienfluggesellschaften, eine Vertretung der Business Aviation, eine Vertretung der Leichtaviatik, sowie eine Vertretung der Speditionsunternehmen teilgenommen. Das BAZL hat die Verhandlungen als Beobachter begleitet. Laut Verordnung dürfen aus den Flughafengebühren keine Gewinne fliessen, erlaubt ist nur Kostendeckung. Als Basis für die Gebührenfestlegung dienen Mehrjahres-Ausblicke, die unter anderem höhere Passagierzahlen erwarten lassen, womit sich die Kosten auf mehr Passagiere verteilen lassen. Die neue Gebührenperiode startet voraussichtlich am 1. Oktober 2026. Laut der Flughafen Zürich AG sinken die Gebühren für die Nutzerinnen und Nutzer des Flughafens sinken ab dann um durchschnittlich rund 10 Prozent.

Neu beläuft sich etwa die Gebühr je lokal abfliegenden Passagier auf insgesamt CHF 30.40 (bisher CHF 35.00). In diesen Gebühren enthalten sind die Passagiergebühr (CHF 18.20), die Passagiersicherheitsgebühr (CHF 11.30) sowie die Solidaritätsgebühr für den Service für Personen mit eingeschränkter Mobilität (CHF 0.90). Die Gebühren werden jeweils den Airlines belastet.

Lärmgebühren werden erhöht

Das Nutzungsentgelt für die Gepäcksortieranlage wird künftig in die Landegebühren integriert, womit eine reduzierte Komplexität und eine vereinfachte Verrechnung erreicht werden können. Die Landegebühren werden folglich steigen. Steigen werden zumindest punktuell auch die Lärmgebühren. Teurer wird es insbesondere in den Nacht-Randstunden. Konkret: Der Lärmzuschlag steigt nach 23.00 Uhr von 3000 auf 4000 Franken, ab 23.15 Uhr auf 5000 Franken für lautere Langstreckenflugzeuge. Der Flughafen will damit die Anzahl verspäteter Abflüge reduzieren und einen Anreiz schaffen, die Flotte mit leiseren Flugzeugen zu modernisieren. pd / eb