Softwareproblem bei Skyguide: Clear-the-Sky in Genf

27. Januar 2026: Nach einem technischen Zwischenfall hat Skyguide als Vorsichtsmassnahme heute Vormittag vorübergehend den Genfer Luftraum geschlossen. Dabei wurden unschöne Erinnerungen an den 15. Juni 2022 wach, als ebenfalls wegen technischer Probleme der gesamte schweizerische Luftraum für den zivilen Flugverkehr geschlossen werden musste. Nach dem heutigen Vorfall operiert Skyguide inzwischen wieder mit 80 Prozent der Kapazität. Diese Massnahme wird während 24 Stunden beibehalten.

 

In der vergangenen Nacht hat Skyguide eigenen Angaben zufolge ein geplantes Software‑Update durchgeführt. Dabei wurden einige Systemkomponenten nicht korrekt geladen. Deshalb war am Morgen eine Rückkehr auf die ursprüngliche Software-Version sowie ein kontrollierter Neustart des Systems erforderlich. Skyguide hat als Vorsichtsmassnahme um 9.21 Uhr in Genf ein Clear‑the‑Sky durchgeführt. Das bedeutet: Alle sich bereits im Genfer Luftraum befindenden Flugzeuge konnten wie vorgesehen landen, hingegen fanden keine Starts mehr statt und im Genfer Luftraum wurden keine neuen Flüge akzeptiert.

Um 10:30 Uhr stand wieder eine Kapazität von rund 50 Prozent zur Verfügung, diese konnte um 11:30 Uhr auf 80 Prozent erhöht werden. Skyguide behält diese Massnahme für 24 Stunden bei. Danach erwartet das Flugsicherungsunternehmen die Rückkehr zur normalen Kapazität. Der Zürcher Luftraum war von dieser Massnahme nicht betroffen und operierte normal. Skyguide betont, dass die Sicherheit aller Flüge und Fluggäste war zu jedem Zeitpunkt gewährleistet. Skyguide bedauert die Umstände, die diese Vorsichtsmassnahme für Partner und Passagiere verursacht hat. pd / eb