Air France-KLM, British Airways und weitere Cargo-Airlines zu Bussen von 776 Millionen verurteilt

2. März 2026: Der Europäische Gerichtshof hat die Klagen von Air France-KLM, British Airways und weiteren Fluggesellschaften gegen Kartellstrafen der EU weitgehend abgewiesen und damit einen rund 20 Jahre dauernden Rechtsstreit beendet. Die betroffenen Airlines müssen Geldbussen in Höhe von insgesamt etwa 776 Millionen Euro zahlen.

Die Europäische Kommission hatte letzte Woche festgestellt, dass elf Fluggesellschaften zwischen 1999 und 2006 ein Luftfrachtkartell gebildet und Preise sowie Treibstoff- und Sicherheitszuschläge untereinander abgestimmt hatten. Zu den höchsten Einzelstrafen zählen rund 183 Millionen Euro für Air France, 127 Millionen Euro für KLM und rund 104 Millionen Euro für British Airways. Weitere Bussen bezahlen müssen Cargolux (80 Millionen Euro), Singapore Airlines (75 Millionen Euro), SAS (63 Millionen Euro), Cathay Pacific (57 Millionen Euro), Japan Airlines (36 Millionen Euro), Martinair (29 Millionen Euro), Air Canada (21 Millionen Euro) und Qantas (19 Millionen Euro). Die Sanktionen waren 2017 erneut verhängt worden, nachdem ein früherer Beschluss aus dem Jahr 2010 wegen eines Verfahrensfehlers aufgehoben worden war.

Der Europäische Gerichtshof ist die höchste Instanz in der EU, sein Urteil ist endgültig. / ts