Neue Zertifizierungen für Jet Aviation

17. Mai 2021: Jet Aviation hat Anfang Mai von der Federal Aviation Administration (FAA) die Zertifizierung nach Part 125 erhalten, was den globalen Luftfahrtdienstleister zum Betrieb von Flugzeugen mit 20 oder mehr Passagieren ermächtigt. Zudem hat die EASA ein ergänzendes Musterzertifikat (STC) für Ausbauten der Boeing 787 an Jet Aviation erteilt.

Die Zertifizierung nach Part 125 wurde von der FAA entwickelt, um einheitliche Zertifizierungs- und Betriebsregeln für grosse Flugzeuge mit einer Sitzplatzkapazität von 20 oder mehr Passagieren festzulegen. Das Unternehmen verwendete eine Boeing 787 als Prototyp für die Part 125-Zertifizierung. Damit kann Jet Aviation jetzt Flugzeuge mit Gruppen von 20 oder mehr Passagieren betreiben.

Jet Aviation gab zudem bekannt, dass sie von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) ein ergänzendes Musterzertifikat (STC) für die Methodik und Analyse erhalten hat, welche das Completion Center in Basel bei der Zertifizierung von Inneninstallationen in Boeing 787-Flugzeugen verwendet. Dies sei der erste STC dieses Typs, welches einem Completion Center weltweit gewährt werde, teilte Jet Avation weiter mit.

Ein ergänzendes Musterzertifikat der EASA wird ausgestellt, wenn das Completion Center die Genehmigung erhalten hat, das ursprüngliche Design der Flugzeugzelle zu ändern oder zu ergänzen, beispielsweise durch Installation eines benutzerdefinierten VVIP-Innenraums. Mit diesem STC kann Jet Aviation nun Methoden und Analysen anwenden, die von der EASA vorab genehmigt wurden, um den Zertifizierungsprozess für Kabineninstallationen zu optimieren. „Flugzeugzellen auf Verbund- und Kohlefaserbasis wie die Boeing 787 erfordern besondere Aufmerksamkeit von Fertigstellungszentren und Zertifizierungsstellen, um sicherzustellen, dass die Innenstrukturen gemäss den Anforderungen des Herstellers installiert werden“, sagte Florent Klinger, technischer Leiter von Jet Aviation. „Mit diesem STC können wir die Effizienz und Vorhersehbarkeit aller aktuellen und zukünftigen 787-Abschlussprogramme verbessern.“  hjb