Payerne: neuer Flugplatzleiter, neues Brandausbildungszentrum
17. Februar 2023: Der Zivilflugplatz Payerne hat einen neuen Leiter. Zudem wurden im Januar erstmals Businessjets enteist. Zwischen der Autobahn und der Piste entsteht das neue Ausbildungszentrum zur Feuerbekämpfung «Phönix». Und das Museum Clin d’Ailes bietet einen Hornet-Simualtor für die Öffentlichkeit an, wie Payerne Aeroport weiter mitteilt.
Didier Callmander trat sein Amt offiziell am 1. Januar 2023 an und ist seither einerseits Chef des zivilen Flugplatzes und andererseits Projektleiter für die Swiss Aeropole AG. Er war zuvor Flugverkehrsleiter bei Skyguide am Flughafen Sion und verfügt über eine Pilotenlizenz sowie einen Executive MBA der Universität Genf. Didier Callmander war auch als Handlingsagent und Mitglied einer Kabinenbesatzung tätig. Er verfüge somit über sehr breit gefächerte Kenntnisse der Luftfahrtbranche, teilte Payerne Airport weiter mit.
Die Kälte und die Wetterbedingungen führten dazu, dass die Enteisungsanlagen und das Team zum ersten Mal auf dem zivilen Vorfeld eingesetzt wurden. Am 17. Januar konnte das Team der Speedwings Business SA seine Fähigkeiten „live“ testen und die ersten Enteisungen durchführen – viermal an diesem einen Tag. Die betroffenen Flüge, die nach Frankreich, Italien und England geplant waren, konnten so trotz der heiklen Witterungsbedingungen durchgeführt werden. Dieses neue Angebot steigere die Attraktivität des Standorts Payerne weiter und unterstreich die Rolle, die private Akteure im Gesamtkontext der Luftfahrtinfrastruktur von Payerne spielen, heisst es weiter. Bisher fanden Flüge zu 366 Flughäfen in 57 Ländern auf vier Kontinenten statt.
Das neue Ausbildungszentrum zur Feuerbekämpfung «Phönix» ist vom Parlament im Rahmen der Armeebotschaft 2017 genehmigt worden. Es wird zwischen der Startbahn und der Autobahn errichtet. Auf einer Fläche von 26’400 Quadratmetern umfasst das Zentrum Brandsimulatoren für Kampfflugzeuge, Super Puma-Helikopter und Transportflugzeuge sowie Brandsimulatoren für Flugzeughallen. Die Anlage erfüllt alle Umweltanforderungen sowie internationale und zivile Standards für die Brandbekämpfung in Flugzeugen und Gebäudetechnik: Die Simulatoren werden mit Propangas betrieben und verwenden als Löschmittel CO2 und Wasser, das recycelt und gelagert wird, bevor es für Löschübungen verwendet wird. Die Anlage ist in erster Linie für Berufs- und Milizpersonal der Luftwaffe bestimmt, aber die Nutzung durch zivile Feuerwehren wird ebenfalls in Betracht gezogen.
Seit Anfang des Jahres ist ein funktionstüchtiger F/A-18-Simulator für die Besucher des Museums Clin d’Ailes zugänglich. Besuche können auf der Website des Museums gebucht werden: clindailes.ch. hjb