Segelfliegen: Gummiseilstarts ab der Rigi
29. Juni 2021: Die Stiftung Segel-Flug-Geschichte hat am Wochenende vom 26. / 27. Juni 2021 auf der Rigi Kulm die Tradition der Segelflugzeugstarts per Gummiseil neu aufleben lassen. Diverse Segelflugzeuge älteren Jahrgangs haben die auf der Rigi Kulm installierte Startrampe katapultartig verlassen. Nach einem mehr oder weniger langen Gleitflug sind die Segelflugzeuge auf der extra eingerichteten Landewiese bei Steinen am Lauerzersee gelandet.
Bis in die 1950er-Jahre wurden von der Segelfluggruppe Luzern regelmässig Segelflugzeuge mit der Zahnradbahn Vitznau-Rigi Kulm auf die Rigi transportiert. Ab der Rigi Kulm wurden die Segelflugzeuge mittels Gummiseilstart ab der Startrampe katapultiert. Durch das stark abfallende Gelände sind die Segelflugzeuge sofort in der Luft und können die für den sicheren Weiterflug ins Tal benötigte Geschwindigkeit sofort aufbauen. Die Starts per Gummiseil sind sehr personalintensiv. Allein für das Ausziehen des Seils werden auf der linken und rechten Seite jeweils mindestens neun oder mehr Leute – die sogenannten «Gummihunde» – benötigt, die das Startseil genügend anspannen, bevor dieses ausgelöst wird. Nach dem Auslösen des Startseils verlassen die Segelflugzeuge katapultartig die Startrampe. Fotoreport Bernhard Baur
- Die Segelflugzeuge werden mit der Zahnradbahn Vitznau-Rigi Kulm auf die Rigi transportiert. Foto Bernhard Baur
- Die 1947 gebaute Nord 1300 steht auf der Startrampe auf der Rigi Kulm bereit. Foto Bernhard Baur
- Auch Muskelkraft ist gefragt: Die «Gummihunde» im Einsatz. Foto Bernhard Baur
- Die attraktiv bemalte Nord 1300 verlässt die Startrampe. Foto Bernhard Baur
- Kurz nach dem Verlassen der Startrampe wird das Seil geklinkt. Foto Bernhard Baur
- Die 1944 in den «Moswey-Segel-Flugzeug-Werke» in Horgen gebaute Moswey III verlässt die Startrampe. Foto Bernhard Baur
- Die K8b wird per Gummiseilstart ab der Startrampe katapultiert. Foto Bernhard Baur
- Die K8b hat die Startrampe verlassen. Foto Bernhard Baur
- Die K8b dreht vor der Rigi Kulm noch ein paar Extrarunden. Foto Bernhard Baur
- Die 1955 gebaute L-Spatz 55 verlässt die Startrampe. Foto Bernhard Baur