VBS: Drohnenkompetenzzentrum und Drohnen-RS
27. August 2026: Das VBS schafft neu ein Zentrum Unbemannte Systeme, bestehend aus einem Tech-Hub und einem militärischen Kommando. Wissenschaft, Technologie und Armee sollen zusammengebracht werden, um der Schweizer Armee rasch und umfassend Zugang zu Drohnen- und anderen Robotiksystemen zu geben.
Drohnen und Robotik haben – verstärkt durch künstliche Intelligenz – die Kriegsführung grundlegend verändert. Zugleich gewinnen Drohnen als Instrument der hybriden Konfliktführung zunehmend an Bedeutung. Auch in der Schweiz ist eine Zunahme von Drohnenflügen über militärischen und kritischen Infrastrukturen festzustellen, wie das VBS in seiner heutigen Mitteilung schreibt. Der Bundesrat will nun für die Armee einen raschen Fähigkeitsaufbau im Bereich Drohnen und Robotik.
Zentrum Unbemannte Systeme VBS
Im neuen zivil-militärischen Tech Hub werden die Bedürfnisse der Truppe, die technologische Kompetenz der Armasuisse sowie das Wissen von Hochschulen, Start-ups und Industrie gebündelt, so das VBS. Neue Lösungen sollen gemeinsam entwickelt, erprobt und rasch für den militärischen Einsatz nutzbar gemacht werden. Das militärische Kommando umfasst eine Versuchs- und eine Ausbildungsorganisation. Es erprobt neue Systeme unter möglichst realen Bedingungen und verantwortet die Ausbildung für das Drohnenbataillon. Erkenntnisse aus der Truppe sollen über den Tech Hub rasch an Wissenschaft und Wirtschaft zurückfliessen. Das Kompetenzzentrum soll auch anderen Departementen, Kantonen und Blaulichtorganisationen offenstehen.
Ab 2028 setzt die Armee ein eigenes Drohnenbataillon zur Aufklärung, Wirkung und Abwehr ein. Laut dem Verteidigungsdepartement werde eine eigene Drohnen-Rekrutenschule die erforderlichen Kompetenzen systematisch aufbauen und das Drohnenbataillon alimentieren.
Investitionen in Drohnenfähigkeiten und Drohnenabwehr
Gleichzeitig mit dem Aufbau von Kompetenzen zur Drohnennutzung investiert die Armee auch in die Drohnenabwehr. Erste Systeme zur Drohnenabwehr sind bereits eingeführt. Mit der Armeebotschaft 2026 hat der Bundesrat den weiteren Fähigkeitszuwachs eingeleitet. Mit dem Rüstungsprogramm 2027 sind weitere Mittel vorgesehen, um zusätzliche Infrastrukturen und Verbände zu schützen und das neue Drohnenbataillon auszurüsten. Da sich die Technologien laufend und rasch ändern, will die Armee die Systeme gezielter, in kleineren Stückzahlen und in kürzeren Zyklen beschaffen. Was sich bewährt, soll rasch in der Truppe eingesetzt und aufgrund der dort gewonnenen Erfahrungen weiterentwickelt werden.
Wer ist für Drohnenabwehr zuständig?
Für die Drohnenabwehr sind heute verschiedene Behörden und Stellen sowie private Betreiber von Infrastrukturen zuständig. Eine interdepartementale Arbeitsgruppe unter Leitung des VBS überprüft deshalb die bestehenden Zuständigkeiten und rechtlichen Grundlagen und klärt, welche Anpassungen angesichts der veränderten Bedrohungslage erforderlich sind.
















