Air Zermatt 2025: Mehr Rettungseinsätze und Flugstunden denn je

25. April 2026: Die Air Zermatt AG hat heute Samstagnachmittag auf ihre Basis in Raron die 57. ordentlichen Generalversammlung abgehalten und dabei Bilanz zum ereignisreichen Geschäftsjahr 2025 gezogen. Mit über 2200 Helikopterrettungen wurde ein neuer Höchstwert erreicht, aber auch im Transportbereich leistete Air Zermatt – gerade nach Naturereignissen – zahlreiche Einsätze für die Bevölkerung.

Mit 6700 Flugstunden verzeichnete die Air Zermatt im Jahr 2025 einen neuen Rekord. Auch im Rettungsbereich erreichte das Unternehmen neue Höchstwerte: Über 2200 Rettungseinsätze mit dem Helikopter wurden im vergangenen Jahr geflogen.  Das sind so viele wie noch nie in der Geschichte des Unternehmens. Zudem stiegen die Ambulanzeinsätze im Vergleich zum Vorjahr leicht auf über 800 Einsätze an. «Diese Zahlen unterstreichen die konstant hohe Einsatzbereitschaft und die zentrale Bedeutung der Air Zermatt in der präklinischen Versorgung im Wallis.» Mit diesen Worten eröffnete Präsident Philipp Perren die Generalversammlung. Die Air Zermatt beschäftigt heute 89 Festangestellte. Gemeinsam mit Air-Glaciers sind es sogar über 220 Mitarbeitende.

Unterstützung nach Naturereignissen

Neben dem intensiven Rettungsbetrieb war die Air Zermatt 2025 auch bei mehreren Naturereignissen stark gefordert. Rund um Ostern wurde das Oberwallis von nassem, schwerem Schnee getroffen. Die Schneemassen verursachten grosse Schäden, insbesondere an bereits belaubten Bäumen. «Die Folgen des Schneedrucks beschäftigte die Air Zermatt über Monate hinweg. Zeitweise standen täglich bis zu fünf Helikopter im Einsatz, um umgestürztes und beschädigtes Holz aus den Wäldern auszufliegen», blickt CEO Daniel Aufdenblatten zurück. Diese Einsätze verlangten ein Höchstmass an Flexibilität, vorausschauender Planung und Präzision sowohl in der Einsatzleitung als auch bei den Crews.

„Gratis-Reko“ für die Leute aus Blatten

Besonders prägend war im Jahr 2025 der Einsatz im Lötschental, wie die Air Zermatt schreibt. Als Mitte Mai die ersten Rekognoszierungsflüge zum Kleinen Nesthorn starteten, war das Ausmass der Situation noch nicht absehbar. Ende Mai kam es dann zur Katastrophe: Das Dorf Blatten wurde von einem gewaltigen Schuttkegel verschüttet. Bei der Bewältigung dieses Jahrhundertereignisses nahm die Air Zermatt eine wichtige Rolle ein.

«Ab Ende Mai stellte die Air Zermatt täglich einen Helikoordinator, mehrere Helikopter, Crews sowie Spezialausrüstung zur Verfügung. Die Air Zermatt koordinierte sämtliche eingesetzten Helikopter und nahm temporär Einsitz im Führungsstab Lötschental. Das Einsatzspektrum war breit und anspruchsvoll: Es reichte von der Evakuierung von Menschen und Tieren über Rekognoszierungsflüge mit Geologen sowie Vertretungen von Gemeinde-, Kantons- und Bundesbehörden bis hin zu Materialtransporten für Feuerwehr, Polizei und Führungsstab, Logging-Einsätzen, Laserscanning, dem Transport von Ölsperren sowie täglichen Arbeitertransporten für Überwachungsaufgaben», so Daniel Aufdenblatten. Ein besonderes Zeichen der Verbundenheit setzte die Air Zermatt zudem an zwei Samstagen, als sie der Bevölkerung von Blatten kostenlos ermöglichte, ihr verschüttetes Dorf aus der Luft zu sehen. Diese Geste half vielen Betroffenen, das Ausmass der Tragödie zu erfassen und das Erlebte zu verarbeiten.

Erschüttert hat die Air Zermatt der Brand in Crans-Montana in der Neujahrsnacht von 2025 auf 2026. Gemeinsam mit der Air-Glaciers stand die Air Zermatt mit insgesamt sechs Helikoptern im Einsatz, um den betroffenen Menschen so schnell wie möglich beizustehen. Grosser Dank gebührt allen Hilfskräften, die in dieser ausserordentlichen Lage mit höchstem Einsatz gehandelt haben und dabei auch emotional stark belastet wurden, so die Air Zermatt in ihrem Jahresbericht. pd www.air-zermatt.ch