Skyguide: 50 Kündigungen – Spardruck bleibt hoch

31. August 2026: Skyguide rechnet im Rahmen ihres Restrukturierungsprogramms mit insgesamt 50 Kündigungen, wie das Unternehmen heute mitteilte. Die finanzielle Situation bleibt für die Flugsicherungsorganisation trotz einschneidender Massnahmen  angespannt: Die europäischen Behörden fordern weitere Kostensenkungen und die Einnahmen aus den Überfluggebühren liegen unter den Erwartungen.

Das Restrukturierungsprogramm von Skyguide sieht nach derzeitigem Kenntnisstand die Reduktion von 200 Stellen inklusive 50 Kündigungen in zwei Wellen vor. Die erste Welle sieht 14 Kündigungen vor, die zweite rund 35 im Frühling 2027. Mitarbeitende, Gewerkschaften und Arbeitnehmervertretungen haben laut Skyguide 141 Vorschläge eingebracht, um die Zahl der Kündigungen zu senken. Die Konsultation habe damit dazu beigetragen, die Zahl der Kündigungen durch Frühpensionierungen, natürliche Fluktuationen, interne Mobilität, freiwillige Austritte, unbesetzte Stellen, auslaufende externe Verträge und Mandate deutlich zu reduzieren. Skyguide betont, dass sie ihre Verantwortung als Arbeitgeberin wahrnehme und einen Sozialplan für die Betroffenen vorlege und diese begleite.

Weitere Veränderungen bis 2027

Mit der ersten Kündigungswelle sei die Restrukturierung jedoch nicht abgeschlossen, so Skyguide. Anfang 2027 trete die neue Organisationsstruktur in Kraft, die auch eine von neun auf fünf Mitglieder reduzierte Geschäftsleitung vorsehe. Viele Mitarbeitende würden ihren Bereich oder ihr Team wechseln. Der finanzielle Druck auf Skyguide hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Das Verkehrsaufkommen liege, trotz einer intensiven Sommerperiode, insgesamt unter den Erwartungen. Dadurch fehlen Skyguide gegenüber der Planung jährlich 15 bis 20 Millionen Franken. Gleichzeitig verlangen die europäischen Behörden im Rahmen der Verhandlungen zum National Performance Plan zusätzliche Kostensenkungen.

Skyguide stellt auch klar, dass keine der Restrukturierungsmassnahmen den sicheren Betrieb oder das gesetzliche Mandat beeinträchtigen darf. Vor jedem Schritt prüfe Skyguide die notwendigen Kapazitäten, Kompetenzen und das erforderliche Wissen. Falls nötig passe das Unternehmen Massnahmen oder das Einführungstempo an. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt begleite die Umsetzung. pd/eb