Trump droht Bombardier mit Zertifizierungs-Entzug

30. Januar 2026: In einem beispiellosen Akt hat der US-Präsident gestern Donnerstag dem kanadischen Flugzeughersteller Bombardier mit dem Widerruf aller Zertifizierungen für „Bombardier Global Expresses und alle in Kanada hergestellten Flugzeuge“ gedroht. Als Grund dafür machte der US-Präsident geltend, dass Kanada sich beharrlich weigere, die Gulfstream 500, 600, 700, und 800 zu zertifizieren. So werde der Verkauf von Gulfstream-Flugzeugen in Kanada verhindert.

Bombardier reagierte mit einem öffentlichen Statement auf die Drohung aus den USA. Der Flugzeugbauer habe den Post des Präsidenten der Vereinigten Staaten auf Social Media zur Kenntnis genommen und stehe in Kontakt mit der kanadischen Regierung. Bombardier sei ein internationales Unternehmen, das an neun grösseren Standorten in den USA über 3000 Mitarbeitende beschäftige. Zusätzlich schaffe Bombardier über seine 2800 Zulieferer Tausende von Jobs in den USA. Bombardier wies weiter darauf hin, dass jeden Tag Tausende von Flügen mit in Kanada hergestellten Flugzeugen in den USA durchgeführt würden. Die Bombardier Flugzeuge, die Fabriken und die Techniker seien rund um den Globus respektiert und geschätzt und verfügten über die vollumfängliche Zertifizierungen der US-Luftfahrtbehörde FAA.

Journalisten in den USA, welche die US-Luftfahrtbehörde zur Androhung dieses ungewöhnlichen Schrittes befragen wollten, wurden von der FAA an das Weisse Haus weiterverwiesen. Würden tatsächlich alle in Kanada gebauten Flugzeuge in den USA gegroundet, hätte das in den USA weitreichende Auswirkungen. Bombardier-Flugzeuge sind nicht nur als Businessjets auch in den USA weit verbreitet, bei US Airlines fliegen immer noch rund 600 Regionaljets bei US-Fluggesellschaften auf Zubringer- und Regionalstrecken. Eugen Bürgler