VIPs und Pannen im Schweizer Luftraum
21. Juni 2026: Heute morgen noch vor 6.00 Uhr ist der US-Vizepräsident J.D. Vance auf dem Militärflugplatz Emmen gelandet, um die vorgesehenen Verhandlungen mit dem Iran über die Konkretisierungen des Friedensabkommens zwischen dem Iran und den USA aufzunehmen. Während kurz nach 6.00 Uhr schon Helikopter über dem Bürgenstock kreisten, musste Skyguide wegen technischer Probleme den Luftraum über der Ostschweiz schliessen.
Kurz vor 8 Uhr am Sonntagmorgen informierte die Schweizer Flugsicherung Skyguide darüber, dass die vorsichtshalber am frühen Morgen angeordnete Schliessung des Schweizer Luftraums östlich von Bern aufgehoben werden konnte – allerdings nur mit stark reduzierter Kapazität. Im Ostschweizer Luftraum konnte Skyguide nur 40 Prozent der üblichen Kapazität zur Verfügung stellen. Zu diesem Zeitpunkt am Sonntagmorgen waren die Spezialistinnen und Spezialisten noch auf der Suche nach der genauen Ursache der Störung, die auch am Flughafen Zürich für grössere Verspätungen sorgte. Unabhängig davon ist heute Sonntag rund um den Bürgenstock eine „Restricted Area“ aktiviert, die für zivilen Flugverkehr gesperrt ist.
Ganz zusammenhangslos waren die Ereignisse aber offenbar nicht. Im Verlauf des Sonntagvormittags konnte Skyguide melden, dass sich der Betrieb am Flughafen Zürich stabilisiere und normalisiere. Die einschneidende Störung am Morgen habe das Radarbild im Kontrollzentrum Zürich und im Tower Zürich betroffen, teilte Skyguide mit. Als Vorsichtsmassnahme sei am frühen Morgen ein «Clear the Sky»-Verfahren initiiert worden. Ausgelöst wurde die Störung durch die Einspeisung der Visualisierung der Sperrzone über dem Bürgenstock. Vorsorglich behält Skyguide im Überflug eine leichte Kapazitätsreduktion bei bis Montag, 22. Juni, 8.00 Uhr bei. Weil Skyguide zusätzliche Luftraumsektoren öffnet, werde die technische Einschränkung im Betrieb kaum spürbar sein. eb

















