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SkyNews.ch April 2026

SAF gegen Raketen

Geschätzte Leserinnen und Leser

Rauf wie eine Rakete, runter wie ein Federchen – so reagiert der Ölpreis. Wobei Raketen wenige Flugstunden von uns entfernt für Schlimmeres stehen, als für steigende Preise an der Zapfsäule. Dort werden Raketen abgeschossen auf den Iran, aus dem Iran auf die Golfstaaten, auf Israel, von dort auf den Libanon und wieder auf den Iran und weil es am Persischen Golf an Abfangraketen fehlt, verlegen die USA Raketen aus Südkorea an den Golf. Weil das immer noch nicht reicht, brennen im Golf Öltanker.

Und weil Tanker im Golf in Flammen stehen, steigt der Ölpreis und das wiederum hilft Russland, seine Kriegskasse zu füllen und noch mehr Raketen auf die Ukraine zu schiessen. Der Ukraine fehlt es an Raketen, um die russischen Raketen abzuschiessen. Deshalb baut die Ukraine jetzt selbst Raketen. Denn weil Abfangraketen fehlen, nimmt die Ukraine russische Raketenfabriken ins Visier.

Wenn hoffentlich bald keine Raketen mehr fliegen, dann werden alle, allen voran die USA und die reichen Golfstaaten, ihre Raketenreserven auffüllen, was Raketen gefragt und sehr teuer machen wird. Die Schweiz wartet dann weit hinten in der Schlange sehr lange auf ihre Luftabwehrraketen, wobei das ausserhalb der Schweiz kaum jemanden interessieren wird – aber das ist ein anderes Thema.

Einfache Rezepte gegen diesen Wahnsinn gibt es nicht. Aber man kann sich fragen, ob es nicht allerhöchste Zeit ist, um sich so weit wie möglich von der Öl-Abhängigkeit zu lösen. Bei der Produktion von Sustainable Aviation Fuels (SAF) harzt es in erster Linie, weil Milliarden an Investitionen in Produktionsanlagen fehlen, technisch ist es machbar. Synthetisch hergestellter SAF könnte von überallher kommen, wo es grosse Flächen für Solaranlagen gibt. Mehr SAF würde der Umwelt guttun, ein breit abgestütztes Angebot würde Abhängigkeiten von einzelnen Ländern und einer einzigen Meerenge reduzieren und vielleicht wäre es sogar gut gegen den Raketenwahnsinn. Den Weltfrieden wird SAF nicht bringen. Aber die notwendigen Investitionen in SAF könnten sich rasch mehrfach auszahlen, alleine schon wenn man sieht, welche Opfer, Kosten und Schäden der jüngste Nahostkrieg in der Region und rund um den Globus verursacht.

Eugen Bürgler, Chefredaktor SkyNews.ch

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